Resserortsschild

Zwei Ortsräte erörtern Entwicklung gemeinsam

Bei einem Arbeitstreffen in Scherenbostel am 14. März wollen die Ortsräte Scherenbostel und Resse eine gemeinsame Linie finden, um die geförderte Dorfentwicklung voranzutreiben.

Um für die Orte Resse und Scherenbostel eine geförderte Dorfentwicklung zu erreichen, ergreifen jetzt Politiker von WWR (Wählergemeinschaft Wedemark-Resse) und FDP die Initiative: Sie haben beide Ortsräte zu einem nicht-öffentlichen Arbeitstreffen am Mittwoch, 14. März, in Scherenbostel eingeladen. Dabei wollen die Ortsräte über ein gemeinsames Vorgehen bei der Planung, Umsetzung und Finanzierung der Dorfentwicklung in den beiden Dörfern beraten.
„Anträge auf öffentliche Zuschüsse von der EU, vom Bund und vom Land können nur gestellt werden, wenn eine ausreichend große Einwohnerzahl in den Genuss der Maßnahmen kommt, und wenn qualifizierte Planungen vorliegen“, begründet Jörg Woldenga, WWR-Ortsratsmitglied in Resse. „Ansonsten werden diese Anträge nicht angenommen, und es kommt zu keiner Bewilligung von Zuschüssen. Diese sind in jedem Fall nötig, um die Vorhaben auch umsetzen zu können.“ Erreicht werden könne dies, wenn die relativ kleinen Ortsteile zusammenarbeiten und gemeinsam die entsprechenden Fördergelder beantragen.
WWR und FDP äußerten sich in der Einladung zu dem Treffen sicher, dass dies im Bereich des Machbaren liege. Das Treffen solle einen ersten Impuls zur Zusammenarbeit geben. Zugleich möchten die Initiatoren die Bewohner beider Dörfer wissen lassen, dass die Ortsräte aktiv werden, um die Willensbekundungen beider Ortschaften zur Dorferneuerung auf den Weg zu bringen. „Die Ortsräte arbeiten an ihren Versprechen, die Dörfer wieder lebenswerter zu machen. Leider ist von Seiten der Mehrheitsgruppen in den Ortsräten bisher nichts unternommen worden, sodass WWR und FDP jetzt die Initiative ergriffen haben“, stellt Woldenga fest. Er ist einer von drei WWR-Ortsratspolitikern in Resse; im Scherenbosteler Ortsrat ist die FDP mit Erik van der Vorm vertreten.
Resse und Scherenbostel (Wiechendorf) sind als Nachbarorte durch ein großes Thema seit Jahren miteinander verbunden, aber eben nicht in der Realität: Es fehlt ein Radweg entlang der K 102. Resse ist als einziger großer Ort in der Wedemark bisher in keiner Richtung an das straßenbegleitende Radwegenetz angebunden. Nun soll in der Wedemark, überwiegend mit Geld des Bundes finanziert, das Radwegenetz 2019 zwischen Bissendorf und Scherenbostel ausgebaut werden. 2020 sollen Radwege zwischen Resse und Wiechendorf folgen. Vertreter der Region haben auf einer Ortsratssitzung bereits Planentwürfe für eine solche Verbindung nach Scherenbostel vorgestellt.
Quelle HAZ U.Kallenbach 12.03.2018

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